RSS
 

Nostalgie

17 Apr

Nun, gestern war ein seltsamer Tag. Es begann damit, dass ich morgens mit dem Zug zur Arbeit fahren musste. Bevor ich mich auf machte zum Bahnhof in unserem kleinen Ort suchte ich vezweifelt meine Kopfhörer, doch ich fand sie nicht. Ich hatte also auf meiner Fahrt mit keinerlei akustischer Unterstützung zu rechnen, was meinen Elan auf einen noch tieferen Punkt sinken lies. Ich packte also meine aktuelle Lektüre ein und begab mich auf den Weg. Die Fahrt zum Hauptbahnhof Hannover erwieß sich ungewohnter Weise als recht problemlos, da der Zug pünktlich abfuhr und auch ankam, was meinen Elan wieder steigen lies. Auf dem Weg vom Hauptbahnhof zum Ticketschalter der Straßenbahngesellschaft begenete ich iCn, welcher auch gerade auf Arbeitswärts unterwegs war. Nach einem kleinen Plausch über geplante Ausflüge zum Moersfestival verabschiedete ich mich jedoch und ging geradewegs auf den Ticketschalter zu, um ein Einzelticket für die Straßenbahn zu beschaffen. An der Haltestelle angekommen bemerkte ich das die S-Bahn Linie, welche mich zu meiner Arbeitsstelle führt einige minuten Verspätung hatte, ich dachte mir jedoch nichts dabei, setzte mich auf einen freien Platz auf einer Bank und laß weiter in meinem Buch – was ich auch schon während der Zugfahrt tat. Einen kleinen Moment später ertönte eine Nette, jedoch bis zur Unverständlichkeit verzerrte Frauenstimme aus der Sprechanlage von der ich die Worte »Linie 4«, »technisches Problem« und »Verspätung« entschlüsseln konnte und mir den Sinn der Nachhricht recht originalgetreu nachbilden konnte. Etwa 27,362 min. später ertönte die Stimme erneut, jedoch diesmal wesentlich verständlicher und mit einer etwas besseren Nachricht welche besagte, dass die verspätete Linie 4 nun doch einfahren würde. Es war natürlich nicht zu erwarten, in der Bahn einen Sitzplatz zu bekommen, also stand ich die 15 min. Fahrzeit in der Bahn und konnte nicht einmal mein Buch lesen. Toll.
Auf der Arbeit angekommen erwartet mich nichts besonderes, außer ein Auftrag von einer Frau, die um 8:45 Uhr anrief und sagte sie wäre von 8:30 Uhr – 9:00 Uhr zu erreichen. Ich bekam den auftrag um 9:05 Uhr. Später am Tag brachte ein Kollege einen Computer vorbei, welcher doch schon das ein oder andere Jahr auf dem Buckel hatte. Es handelte sich um einen Intel 80286 mit gigantischen 12 MHz. Dieser Fund löste in meinem Kopf sofort die Errinnerung an ein Zitat aus, welches lautet:

Kein Programm wird jemals mehr als 640 KByte Arbeitsspeicher benötigen.

- Bill Gates

Um es für die Leute die nicht wissen worum es geht noch einmal zu erklären. Die Computer zu der Zeit hatten einen Arbeitsspeicher von 640KByte, was für die Anwendungen, die damals benutzt wurden, völlig ausreichte. Zum Vergleich: Das aktuelle Betriebssystem, welches die Ursprünge aus der Feder des selben Herren hat, braucht allein zum reibungslosen Betrieb in etwa das 1000 fache. Tja, so kann man sich täuschen Herr Gates.

 
No Comments

Posted in Anderes

 

Tags: , , ,

Leave a Reply